Leserbriefe
an WAZ
Opel: BR-Chef vor der Abwahl
In
dem Artikel v. 01.06.02 erklärte der IGM-Boss Hinse, daß das
Thema "Rücktritt des Betriebsrates" mit der IG Metall nicht
zu machen ist und weiter "Dann wird diese Schweinerei (um mutmaßlichen
Stimmenkauf) nie aufgeklärt. Das werden wir nicht durchgehen lassen."
Zwischenbemerkung: Die Mehrheit der Belegschaft will Neuwahlen und darum
ist ein Rücktritt des Betriebsrates notwendig. In der selben WAZ-Ausgabe
wurde von dem Redakteur Rolf Hartmann folgendes geschrieben: "In
der Affäre um mutmaßlichen Stimmenkauf wurde das Arbeitsgericht
angerufen, warum eigentlich nicht der Staatsanwalt?" Das fragen wir
Opelaner uns schon lange!
Insider wissen, daß bereits 1 Tag nach der Bestechung, also am 08.05.02,
die Betriebsräte P. Jalant und R. Müller-Heidenreich den IGM-Boss
L. Hinse und den möglichen neuen Betriebsratsvorsitzenden D. Hahn
informierten. U.a. gab L. Hinse am 22.05.02 auf Radio 98,5 ein Interview
zu dem Skandal und spielte den Ahnungslosen, obwohl er seit 2 Wochen genauestens
über den Skandal informiert war.
Erst
am 27.05.02 hatte die Bochumer IGM Strafanzeige gestellt. Da fragt man
sich doch unwillkürlich, warum hatten L. Hinse und D. Hahn die Sache
so lange verheimlicht und warum? Das Online-Magazin "Mein-Bochum.de"
hatte den Fall bereits am 16.05.02 Publik gemacht. Vielleicht nimmt ja
der Künstler L. Hinse die Karikatur "Jaszczyk auf dem angesägten
Thron" als Anregung für ein weiteres Meisterwerk. Auch wenn
man dann gar nichts mehr sieht - er liebt ja die Farbe Weiß. (Leicht
abgewandelte Aussage v. R. Hartmann) Herr Hinse tun Sie den Gewerkschaftern
einen Gefallen. Danken Sie ab, das Faß ist übergelaufen.
Norbert Spittka, Bochum, 03.06.2002 |