| Psychopath [griechisch], ein Mensch, der an Psychosen oder Neurosen leidet. Neurosen
[griechisch], Sammelbegriff für seelisch bedingte Störungen
des Verhaltens und Erlebens, deren Symptome Ausdruck eines innerpsychischen,
unbewußten Konflikts sind, dessen Wurzeln in der Kindheit liegen.
Die Symptome sind dabei als Kompromißbildung zwischen Wunsch und
Abwehr zu sehen. Als neurotisch ist dasjenige Verhalten zu bezeichnen,
das aufgrund frühkindlicher Erfahrung eingeschränkt und unfrei
ist in dem Sinne, daß die Person in bestimmten Situationen nicht
in der Lage ist, zu handeln, ohne intensive Angst* zu erleben. — Der Begriff
Neurose geht auf W. Cullen zurück, die psychoanalytische Neurosenlehre
wurde vor allem von S. Freud begründet und ausgebaut. In der
modernen Psychiatrie wird der Begriff Neurose immer seltener als Krankheitskategorie
verwendet.Psychosen [Einzahl die Psychose; griechisch], Sammelbegriff für schwere psychische Erkrankungen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß es zu gravierenden Störungen im Bezug zur Umwelt kommt. Oft fehlt dem Betroffenen die Einsicht in seinen krankhaften Zustand. Zu den Symptomen zählen Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Denkstörungen, Angstzustände, Depression und Manie. Als Ursache nimmt man eine Störung der Hirnfunktion an. Zu den Psychosen zählt man als die sog. endogenen Psychosen die Schizophrenie, die manisch-depressive Psychose ( Zyklophrenie) sowie exogene Psychosen, die durch organische Hirnschäden wie Tumoren, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen, Drogen und Alkoholmißbrauch hervorgerufen werden, und reaktive Psychosen, die von traumatischen äußeren Ereignissen ausgelöst werden. Von den Psychosen sind die Neurosen als leichtere Formen seelischer Störungen zu unterscheiden. |
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