MeinBochum.de im Gespräch mit:
Hanna Christiansen
Birgit Opladen
NOKIA-PR & Communications Abteilung + Pressestelle/Bochum


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Ist es richtig, dass NOKIA im Jahr 1998 im Museum Bochum eine Kunstausstellung gesponsert hat und der Kuenstler Ludger Hinse heisst? Herr Hinse ist zudem  1. IG-Metall Bevollmaechtigter von Bochum.  Es existiert ein Hinse-Ausstellungskatalog  in dem Ihrem Konzern fuer die Unterstuetzung der Hinse Ausstellung gedankt wird. Was bezwecken Sie mit der Unterstuetzung des Hobbys des Bochumer Gerwerkschaftsbosses?
Christiansen
Vielen Dank für Ihr E-Mail. Die Nokia GmbH engagiert sich seit längerem international im  sozialen und kulturellen Bereich und hat viele Sponsorschaften für verschiedene Projekte übernommen. Zu der Kulturförderung hat 1998 u.A. ein Projekt mit dem Museum  Bochum gehört, im Rahmen dessen Nokia auch Ausstellungen  verschiedener Künstler unterstützt hat. Eine Wiederholung der Förderung dieses Projekts ist nicht geplant.
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Wollen Sie ernsthaft behaupten,  dass NOKIA  bisher gar nicht gewusst hat, dass NOKIA eine Kunstausstellung des Bochumer IG-Metall Chefs finanziell gefördert hat und dass das Museum Bochum, im Rahmen eines "Projektes"  Ihnen diese für Sie verfängliche Kunstausstellung einfach "untergejubelt" hat?
Christiansen
Mit unserer vorhergehenden Email haben wir keine Behauptungen aufgestellt sondern vielmehr Feststellungen getroffen, die ungeachtet etwaiger Zweifel von Ihnen richtig sind.

Im übrigen können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie uns in einer persönlichen Auseinandersetzung mit Dritten instrumentalisieren wollen. Sie werden verstehen, dass wir uns hierauf nicht einlassen werden.

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Ihr Unternehmen ist doch schon lange bis zum Hals in die sogenannte "Ludger Hinse Affäre" verstrickt. Es ist zwar verständlich, dass NOKIA mit dem damaligen Kultursponsoring nichts mehr zu tun haben will. Aber NOKIA, OPEL, Thyssen/Krupp u.a. haben schliesslich mit der Förderung einiger Kunstausstellungen des 1.IG-Metall-Bevollmächtigten von Bochum, Herrn Ludger Hinse, den Stein erst ins Rollen gebracht! Mein Stadtmagazin berichtet nur darüber und räumt Ihnen jetzt die Möglichkeit zur Stellungnahme ein. 

Ich appelliere an Sie, Frau Christiansen, zu erklären wie es zu dem Sponsoring der Ludger Hinse Ausstellung "Transparenzen" gekommen ist! Falls alles so harmlos war wie Sie sagen und alles moralisch wie ethisch zu vertreten ist, bzw ein Missverständnis mit dem Museum Bochum vorliegt,  sollte Ihnen das  nicht schwer fallen!  Dem berechtigten oder unberechtigten Verdacht der "Korruption" sollten Sie dann energisch entgegentreten.

Alle, ausser die "Hans-Böckler Stiftung", die an dem Hinse Sponsoring beteiligt waren schweigen beharrlich. Somit muss angenommen werden, dass es etwas zu verschweigen gibt. Normaler Weise sprechen PressesprecherInnen sehr gerne über das soziale und kulturelle Engagement Ihres Unternehmens, warum nicht in dem vorliegenden Fall? 

Christiansen
Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle. Die richtige Ansprechpartnerin ist Birgit Opladen. Ihre E-Mail Adresse lautet: birgit.opladen@nokia.com.
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O-Kay, Frau Christiansen, ich danke für das Gespräch. Sehr geehrte Frau Opladen können Sie mir die letzte Frage beantworten?
Opladen
Bezüglich Ihrer Anfrage antworte ich IHnen hiermit gerne. Nokia ist auch am Standort Deutschland seit vielen Jahren im sozialen und kulturellen Bereich engagiert. Wir sind m Laufe der Zeit einige Sponsor-Partnerschaften eingegangen, dazu zählt auch eine im Jahr 1998 einmalige Aktionspartnerschaft mit dem Museum Bochum zur Kulturförderung unterschiedlicher Künstler, die das Museum Bochum für förderungswürdig gehalten hat.  
 
Aktuell liegt unser Kulturengagement in Frankfurt, wo wir das Museum für angewandte Kunst (mak) und dessen Dauerausstellung "Digital Craft" unterstützen. Bei Interesse schauen Sie doch einmal auf die entsprechende Homepage des Projektes www.digitalcraft.org, die aktiver Bestandteil unserer Fördermaßnahme dort ist. 
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Frau Opladen, ich danke für das Gespräch, komme aber nicht umhin anzunehmen, dass Sie nicht ganz die Wahrheit gesagt haben. Ich habe aber Verständnis dafür, dass Sie für das unmoralische Handeln Ihrer Geschäftsleitung und der ortsansässigen IG-Metall nicht Rechenschaft ablegen wollen und können.
 A.D. 2002 / Interview wurde von NOKIA abgebrochen