„Affäre Hinse“ 

Sehr geehrter Herr Kluth, seit Wochen versuchen Sie nun mit aller Macht Informationen aus dem Bochumer Opel Betriebsrat heraus zu kitzeln, die Ihnen am 20.12.2001 in dem Strafprozeß „Hinse/Kluth“ nutzen könnten. Alles scheint Ihnen dabei rechtens zu sein. 

Sie schrecken nicht davor zurück, sich auf Kosten des gesamten Betriebsrates in den laufenden Betriebsrats-Wahlkampf einzuschalten. Sie nehmen es in Kauf, daß mit Ihrem gesteuerten „Gästebuch“, der Ruf der Belegschaft, des Betriebsrates und des Unternehmens beschädigt wird. Dabei ist es Ihnen scheinbar egal, daß Sie durch Ihre Methode dazu beitragen, daß das ramponierte Image der Fa. Opel in den Schmutz gezogen wird. 

Herr Kluth, wenn es eine „Affaire Hinse“ geben sollte, glauben Sie im Ernst, daß „mögliche Machenschaften“ über den Opel Betriebsrat (Rüsselsheim oder Bochum) gelaufen sind? Für das „Sponsoring“, wie Sie es nennen, ist der Betriebsrat die falsche Adresse, das müssten selbst Sie wissen. Wie Sie mittlerweile mitbekommen haben, ist sich der jetzige Betriebsrat untereinander spinnefeind. 

Sollte wirklich irgendwas in der obigen Angelegenheit „gelaufen“ sein, dann können Sie davon ausgehen, daß Ihnen entsprechende Personen, die von Ihnen benötigten Informationen schnellstens zugesteckt hätten. Es gibt genügend Leute, die alles aus Sensationsgier machen würden. 

Es wäre schön, wenn das kritische und unabhängige „Mein Bochum“ wieder den Charakter und die Anerkennung von früher bekäme. Mit freundlichem Gruß
 

Mann ohne Namen, Bochum, 14.12.2001 

PS: Bitte haben Sie Verständnis, daß ich nicht meine Mail Adresse bekanntgebe. Viele meiner Kollegen haben von einem bestimmten Herrn in den letzten Wochen Mails mit Viren erhalten. Als Beweis haben sie die „isolierten“ Mails abgespeichert. 


Die Ludger Hinse Affäre