Hauptsitz des IG-Metallbevollmächtigten  und gleichzeitig Kontaktadresse für den "Künstler"???
Humboldstraße 46

Ich finde es sehr verdächtig, dass Ludger Hinse auf seiner Künstler-Homepage im Internet als Kontaktadresse die Humboldstrasse 46 angibt. Meines Wissens residiert dort die IG-Metall Bochum, das Atelier von Hinse ist aber in Recklinghausen in Nähe der Herner Strasse gelegen.



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Aus dieser Tatsache entsteht der Eindruck, dass beide Berufe, die Herr Hinse ausübt, den Künstler-Job und den Gewerkschafts-Job, doch nicht so sauber voneinander getrennt sind wie es eigentlich jeder erwartet hätte, der bislang Ludger Hinses Unschuldsbeteuerungen Glauben schenkte. Folgerichtig muss man annehmen, dass auch die IG-Metall Herrn Hinses Künstlerkarriere unterstützte, zumindest aber gestattete, dass Herr Hinse Einrichtungen der IG-Metall nutzen konnte um Kundenkontakte zu schliessen, Sponsoren Gespräche oder Verhandlungen mit Galerien zu führen und auch Besuche zu empfangen, die seinem künstlerischen Streben nützten. Bezahlt wurde dies durch die Beiträge der IG-Metall-Mitglieder und Arbeiter.  Kurioser Weise wäre sogar denkbar, dass die Opel AG direkt mit Herrn Hinse die Modalitäten für die Kunstausstellung in Rüsselsheim absprach, während Hinse an seinem Schreibtisch des IG-Metall Chefs von Bochum gesessen haben könnte.  Angesichts der vielen Fehler und Missverständnisse, im Umgang mit seinem Künstlerberuf, hat der IG-Metallchef selbst dafür gesorgt, dass sein Treiben zusehends kritischer beäugt wurde und dass mancher empörter (Opel-)Arbeiter sich mit harscher und ungebührlicher Kritik Luft gemacht hat. Diese in der Wortwahl nicht gerade zimperlichen Kritik, die ja wohl einem Gewerkschaftsführer nicht fremd sein dürfte, als rechtsradikale Propaganda zu diffamieren, macht Hinses Realitätsverlust in dieser Affäre deutlich. 

Unbelehrbar, uneinsichtig und stur zeigt sich Hinse, dem in der Öffentlichkeit eigentlich keiner mehr Recht gibt. Hinse ist ein Gewerkschafter, der im unermüdlichen Kampf gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung, verschlissen ist und sich heillos im Dickicht von Filz und Interessenenskonfikten verstrickt hat. Ohne Zweifel ein verdienter Mann, der letztendlich scheitetete, da niemand sich mehr traute Hinse zur rechen Zeit zu sagen, dass er schlicht und einfach Scheisse baut. So nahm das Unglück seinen unvermeidlichen Lauf. Hinses Zeit ist vorbei! Ein Rücktritt oder Rausschmiss ist unumgänglich! 

Eine Fallstudie für den Aufstieg und Niedergang eines gerechten Mannes, der sein Amt letztendlich als sein Eigentum betrachten musste und durch die masslose Eitelkeit eine internationale Künstlerkarierere erzwingen zu wollen, an seinem Grössenwahn und nicht zuletzt an seinem bescheidenen Talent einfach scheiten musste.

Manuela Mahlzahn, Bochum, 19.01.2001/25.04.2001


Die Ludger Hinse Affäre