Christian
Kluth im Gespräch mit:
Margitta
Reicharz
Hans-Böckler-Stiftung,
Abt. Öffentlichkeitsarbeit
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Kluth
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Ist es richtig,
dass die Hans-Böckler Stiftung im Jahr 1998 im Museum Bochum eine
Ausstellung des Kuenstlers Ludger Hinse gesponsert hat? Herr Hinse ist
zudem 1. IG-Metall Bevollmaechtigter von Bochum. Seit 2001 ist Herr Hinse
auch 1.DGB Bevollmächtigter von Bochum.
Es existiert ein Hinse-Ausstellungskatalog
in dem der Hans-Böckler Stiftung und der führenden deutschen
Stahlindustrie fuer die Unterstuetzung dieser Ausstellung gedankt wird.
Haben Sie die Hinse Ausstellung
im Museum Bochum aus Spendengeldern finanziert? Wenn ja! Wie wollen Sie
Ihre finanzielle Unterstützung eines Hobbymalers + Gewerkschaftsfunktionärs
vor Ihren Spendern rechtfertigen? |
| Reicharz |
die
Hans-Böckler-Stiftung fördert im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit
auch kulturelle Projekte, beispielsweise ihrer Stipendiatinnen und Stipendiaten.
Aber auch Künstlerinnen und Künstler aus der Region oder aus
dem gewerkschaftlichen Umfeld werden von Fall zu Fall bei Ausstellungen
oder Publikationen unterstützt. Dies war auch bei der von Ihnen angesprochenen
Ausstellung im Museum Bochum, zu der wir einen Beitrag von DM 2000,--geleistet
haben, der Fall.
Unser
Etat ist nicht nur gegenüber unseren Förderern transparent und
wird vom Vorstand der Stiftung genehmigt. Wir sehen keinen Grund für
eine gesonderte Rechtfertigung, da die Kulturförderung in dem dargestellten
bescheidenen Rahmen zum Auftrag der Öffentlichkeitsarbeit gehört. |
| Kluth |
Ich habe die Jahresberichte
der Hans-Böckler Stiftung aus den Jahren 1998-2000 vorliegen. Aus
keinem Bericht geht hervor, dass die Hans-Böckler Stiftung im Rahmen
der Öffentlichkeitsarbeit Kunstausstellungen unterstützt oder
je unterstützt hat. Einer grossen Öffentlichkeit ist nur die
Hinse-Ausstellung im Museum Bochum bekannt.
Frage1: Können Sie
noch weitere KünstlerInnen nennen, deren private Kunstausstellungen
Sie in den vergangenen Jahren finanziell unterstützt haben?
Frage2: Können Sie
nachvollziehen, dass Kritik laut wird, wenn der berechtigte oder der unberechtigte
Eindruck entsteht, dass Spendengelder der Hans-Böckler Stiftung auch
Spitzenfunktionären des DGB zu Gute kommen? Müssen Sie da in
Zukunft nicht etwas sensibler vorgehen? Ich erinnere in diesem Zusammenhang
an den Sohn des DGB-Chefs Dieter Schulte, der auch von Ihrer Stiftung vor
langer Zeit gefördert worden sein soll, die Presse berichtete damals
nicht gerade positiv! |
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wird fortgesetzt |
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